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Börsen-Lexikon

Zinssenkungs-Politik

engl.: easy money policy

Die immer wieder (selbst von Politikern in den allerhöchsten Ämtern) vorgetragene Forderung an die Zentralbank, durch niedrige Zinsen Arbeitsplätze zu schaffen. Eine Niedrigzinspolitik würde jedoch nur in dem (Ausnahme)Fall zu mehr Beschäftigung anregen, wenn die Aussichten auf Gewinn der Firmen gut wären. Sonst führt die Verbilligung des Kapitals dazu, dass die Unternehmen Arbeit vor allem im Niedriglohnsektor durch Kapital ersetzen; die Arbeitslosigkeit wird auf diese Weise befördert. - Aufgabe der Zentralbank ist es, die Masstab-Eigenschaft des Geldes zu gewährleisten. Sache der Staatsführung ist es, die Zukunftsaussichten der Unternehmen (die Erwartungen) günstig zu beeinflussen. Geschieht dies, dann werden auch normale, von Gewinnerwartungen bestimmte Investitionen getätigt.

Siehe Blase, spekulative, Carry Traders, Geld, billiges, Geldüberversorgung, Immobilienblase, Niedrigzinspolitik, Nullzinsen, Phillips-Theorem, Subprime-Krise, Tarnkappen-Politik, Zins, natürlicher, Zinsallokations-Funktion

Das Aktien- und Finanzlexikon von Aktien Prognose: ® Professor Dr. Gerhard Merk, Universität Siegen.