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Börsen-Lexikon

Zinsdifferenz

engl.: interest spread

1.) Der Unterschied in der Verzinsung von Dreimonatsanlagen in verschiedenen Währungsräumen, praktisch in USD verglichen mit EUR. Ist der Zinssatz im eigenen Währungsraum höher als in einem fremden, so ist die Inlandsanlage so lange günstiger, als der Inlandszinsvorteil nicht durch einen Report auf die Termindevise überboten wird.

2.) Die relative Abweichung des Terminkurses einer Währung vom aktuellen Kassakurs: der Swapsatz.

3.) Der Unterschied im Zinssatz bei Kleinkrediten und Grosskrediten.

4.) Der Unterschied in der Realverzinsung innert einer Währungsunion der dadurch entsteht, dass die Inflationsraten in den einzelnen Ländern voneinander abweichen.

5.) Bei einer Bank der Unterschied zwischen dem Zinssatz, den sie Einlegern zahlen muss und den Zinsen, die die für eingeräumte Darlehn erhält.

6.) Anderer Ausdruck für Zinsüberschuss.

Siehe Bruttozinsdifferenz, Geldschöpfungswilligkeit, Inflationsdifferenzen, Nettozinsdifferenz, Spreizung, Swapsatz, Zinssatz, realer, Zinsstatistik. -Vgl. Jahresbericht 2004 der EZB, S. 41 f. (zu den unterschiedlichen Finanzierungsbedingungen bei Unternehmen); Monatsbericht der EZB vom Juli 2005, S. 98 ff. (statistisch aufgedeckte Unterschiede), Monatsbericht der Deutschen Bundesbank vom Juli 2005, S. 29 ff. (sehr ausführliche Darstellung und Formeln zur Berechnung der Zinsdifferenz im Sinne von

2.)), Jahresbericht 2006 der EZB, S. 48 ff. (Zinsunterschiede im Sinne von

4.) erklärt; detaillierte Übersichten), Monatsbericht der EZB vom Juni 2008, S. 49 ff. (Zinsunterschiede Eurogebiet-USA; Erklärung; Übersichten), Monatsbericht der EZB vom Dezember 2008, S. 38 (zu den Realzinsunterschieden im Sinne von

4.)), Monatsbericht der EZB vom August 2009, S. 101 ff. (Bestimmungsgründe der Zinsen der Banken im Kundengeschäft; viele Übersichten).

Das Aktien- und Finanzlexikon von Aktien Prognose: ® Professor Dr. Gerhard Merk, Universität Siegen.