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Börsen-Lexikon

Tagesgeld auch Callgeld und Übernachtgeld sowie Übernachtkredit

engl.: day-to-day-money; call money, overnight money

1.) Beträge, die zwischen Banken in grossen Beträgen ausgeliehen werden. Die geldgebende Bank kann den Betrag täglich abrufen; die geldnehmende Bank kann ohne Kündigung jederzeit zurückbezahlen. - Durch die ständigen Fazilitäten der EZB werden im Eurogebiet die Obergrenze und die Untergrenze für den jeweiligen Zinssatz des Tagesgeldes festgelegt. - In Krisenlagen kann der Tagesgeldsatz sehr stark ansteigen; im Zuge der Subprime-Krise kostete Tagesgeld Mitte September 2008 auf dem Interbankenmarkt 8 Prozent, normal sind 2 Prozent.

2.) Andere Bezeichnung für das Sitzgeld (Tagungsgeld, Diäten; attendance fee).

Siehe Einlage-Fazilität, Geldmarkt-Segmente, Intertageskredit, Spitzenrefinanzierungs-Fazilität, Tageskredit, Zinskorridor. -Vgl. die Tagesgeldsätze im Sinne von

1.) (vergleichend auch mit anderen Währungsräumen) im Anhang Statistik des Euro-Währungsgebiets, Rubrik Finanzmärkte, Unterrubrik Geldmarktsätze im jeweiligen Monatsbericht der EZB, Monatsbericht der EZB vom August 2003, S. 48 ff., (Formeln für Tagesgeldsatz), Monatsbericht der EZB vom Februar 2005, S. 73 f., Monatsbericht der EZB vom August 2005, S. 26 ff. (es gibt keine Transmission der Volatilität des Tagesgeldsatzes auf die anderen Zinssätze), Monatsbericht der EZB vom Juli 2006, S. 26 ff. (mathematische Messgrössen für die Volatilität des Tagesgeldsatzes), Monatsbericht der EZB vom Oktober 2006, S. 25 ff. (Tagesgeldsatz im Vergleich zu anderen Zinssätzen in den USA), Monatsbericht der EZB vom August 2007, S. 28 ff. (Volatilität des Tagesgeldsatzes und die Übertragungswege; viele Übersichten).

Das Aktien- und Finanzlexikon von Aktien Prognose: ® Professor Dr. Gerhard Merk, Universität Siegen.