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Börsen-Lexikon

Subprime-Kredite

engl.: subprime credits

Wenn nicht anders definiert, die Vergabe von Wohnimmobilienkredite an einkommensschwache Privathaushalte in den USA (the award of residential real-estate loans to low-income private persons in the United States). Wesentlich ausgelöst wurden solche Darlehn durch die Community Investment Act aus dem Jahr 1999. In diesem Gesetz wurden die Erfordernisse an die Bonität für private Immobilienkredite so weit herabgesetzt, dass auch Darlehn an Privathaushalte mit geringer Kreditwürdigkeit vergeben werden konnten. Bereits 2001 umfasste so dieser Geschäftszweig 2001 schon 2,6 Prozent aller ausstehenden Wohnungsbaukredite in den USA; er erhöhte sich aber bis 2007 auf 14 Prozent. In absoluten Zahlen vergaben Banken in den USA in den Jahren 2005 und 2006 über 3 000 Mrd USD an schlecht besicherten Immobiliendarlehn. Diese letztlich uneinbringlichen Ausleihungen landeten zu einem Gutteil als Verbriefungspapiere in den Bilanzen von Instituten in der ganzen Welt. Dies führte zur Subprime-Krise im Jahr 2007, aus der sich eine weltweite Finanzkrise entwickelte. Der Internationale Währungsfonds schätze im Frühjahr 2009 den weltweiten Schaden aus den Subprime-Krediten auf 2 Billionen USD (eine Eins mit zwölf Nullen!)

Siehe Jingle Mail, Kreditvergabe-Grundregel, Kreditkartenfiasko, Luftpapiere, Papiere, toxische, Pay-Green-Initiative, Subprime Lending, Zitronenhandel, Zwei-Achtundzwanzig-Kredit. -Vgl. Jahresbericht 2007 der BaFin, S. 15 f. (Darstellung der Zusammenhänge).

Das Aktien- und Finanzlexikon von Aktien Prognose: ® Professor Dr. Gerhard Merk, Universität Siegen.