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Börsen-Lexikon

Staatsbankrott

engl.: national bankruptcy

Eine Volkswirtschaft, die innert eines längeren Zeitraums mehr Güter vom Ausland bezieht, als sie selbst an andere Volkswirtschaften liefert, kommt ceteris paribus (vor allem: sie besitzt nicht ausreichend Vermögenswerte im Ausland, wie beispielsweise die USA, der Schweiz oder Deutschland) über kurz oder lang in Insolvenz. Beschleunigt wird dies durch den Abzug des Kapitals ausländischer Anleger in diesem Staat. - Im Oktober 2008 geriet Island im Verfolg der sich zur weltweiten Finanzkrise ausgefächerten Subprime-Krise in den Staatsbankrott; der Internationale Währungsfonds gewährte dem Land einen Kredit in Höhe von 2 Mrd. USD, um die schlimmsten Auswirkungen (Hungersnot) abzuwenden. Betroffen davon wurden auch deutsche Anleger, die ihr Geld bei der in Insolvenz gegangenen isländischen Kaupthing-Bank angelegt hatten.

Siehe Bankenrettungsgesetz, Plan C, Rettungspaket, Too big to save-Grundsatz, Vertrauen. -Vgl. Jahresbericht 2008 der BaFin, S. 122 (Zahlungsunfähigkeit der Kaupthing Bank und die Folgen für Einleger), S. 211 f. (Beschwerden der Anleger im Zuge der Kaupthing-Pleite).

Das Aktien- und Finanzlexikon von Aktien Prognose: ® Professor Dr. Gerhard Merk, Universität Siegen.