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Börsen-Lexikon

Risikoneigung auch Risikoappetit

engl.: risk appetite

1.) Allgemein die Bereitschaft der Marktteilnehmer zur Übernahme eines Risikos.

2.) Auf Finanzmärkten die Vorliebe von Anlegern, Engagements mit hoher Verlustgefahr einzugehen. Eine sinkende Risikoneigung führt zu höheren Finanzierungskosten, weil die Renditeforderung der Anleger trotz gleich bleibenden Risikos steigt.

Siehe Anlagenotstand, Performancedruck, Positionierung, Risikoaversion, Risikotoleranz, Risikovermeidungs-Politik, Safe Haven Flows, Terror-Papiere. -Vgl. Monatsbericht der Deutschen Bundesbank vom Oktober 2005, S. 91 ff. (ausführliche Darstellung; auch Indikatoren zur Messung der Risikoneigung werden vorgestellt), Monatsbericht der Deutschen Bundesbank vom November 2007, S. 44 f. (Portfolio-Umschichtungen als Mass für Risiko-Einschätzung der Anleger), Monatsbericht der Deutschen Bundesbank vom August 2008, S. 40 f. (Bestimmungsgründe des Risikoappetits; Formeln; Übersichten; Literaturhinweise), Monatsbericht der EZB vom August 2008, S. 96 ff. (Risikobereitschaft in ihrer Wirkung auf den geldpolitischen Transmissionsprozess; Literaturhinweise).

Das Aktien- und Finanzlexikon von Aktien Prognose: ® Professor Dr. Gerhard Merk, Universität Siegen.