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Börsen-Lexikon

Reichtum

engl.: richness, wealthiness

Wenn nicht anders definiert die wirtschaftliche Lage einer Person, bei welcher die Summe der verfügbaren Vermögenswerte den durchschnittlichen Stand des materiellen Wohlstands bei anderen Mitgliedern in der Gesellschaft wesentlich übersteigt. - Bei vielen älteren und neueren Autoren wird Reichtum als etwas grundsätzlich Schlechtes, als ein charakterverderbendes Übel bezeichnet. Das aber lässt sich kaum allgemein begründen. Denn Reichtum befreit eine Person von überladener Sorge um das Auskommen verschafft ihr die Gelegenheit, an der Vermehrung ihrer Kenntnisse und der Besserung der Gesinnungen zu arbeiten ist Schutz vor Taten des Unrechts, der Schmeichelei, der Lüge und Selbstentfremdung, die aus der peinigenden Lage der Sorge um das leibliche Überleben leicht entstehen, verschafft Entschlossenheit und Mut, für Wahrheit und Gerechtigkeit einzutreten, weil und insofern der Reiche unabhängig und ohne Furcht vor Repressalien anderer sich zu äussern sowie auch zu betätigen vermag und bietet die Gelegenheit, zum Wohle der Armen und Notleidenden etwas zu tun. - Dass Reichtum immer zur Hintansetzung der Bildung der eigenen Person, zu Geiz, Stolz, Unmässigkeit, Verachtung anderer und Unterdrückung von Mitmenschen führe, kann aus der Geschichte allgemein und aus der Wirtschaftsgeschichte im besonderen nicht hergeleitet werden.

Siehe Ungüter, Wohlstand

Das Aktien- und Finanzlexikon von Aktien Prognose: ® Professor Dr. Gerhard Merk, Universität Siegen.