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Börsen-Lexikon

Kaufkraft-Abfluss

engl.: drain of purchasing power

Für aus dem Ausland bezogene Güter (wie vor allem für Erdöl ) muss mehr bezahlt werden, was eine Minderung der Kaufkraft im Inland bewirkt und damit definitionsgemäss zu Inflation führt. - Mit den Mitteln der Geldpolitik kann einer Übertragung von Kaufkraft in das Ausland nicht begegnet werden. Es ist mit anderen Worten nicht Sache der Zentralbank, sondern der Wirtschaftspolitik, den so ausgelösten Preisanstieg anzuhalten. Der einzige, langfristig wirksame Weg zur Verringerung des Abflusses von Kaufkraft sind weniger Importe. Das setzt einen Rückgang im inländischen Bedarf des Gutes durch Nachfrageverschiebung auf Substitute (im Falle des Erdöls auf andere, heimisch erzeugbare Energiequellen wie Atomkraft, Kohle, Biogas, Wasser, Sonne oder Wind) und sparsamere Verwendung des Gutes (hier vor allem: niedrigerer Verbrauch von Erdölprodukten in Motoren; gebäudliche Wärmedämmung) voraus.

Siehe Erdöl-Inflation, Inflations-Ausgleich, Lohn, indexierter, Ölpreis-Ausgleich, Realkassen-Effekt, Zweitrunden-Effekte

Das Aktien- und Finanzlexikon von Aktien Prognose: ® Professor Dr. Gerhard Merk, Universität Siegen.