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Börsen-Lexikon

Euro-Bonds

engl.: euro bonds

1.) Auf dem internationalen Euro-Kapitalmarkt gehandelte Anleihen, die vor allem von Staaten, Unternehmen und Banken begeben werden. Zu unterscheiden sind Anleihen mit festgeschriebenen Zinsen (straight bonds), die an den Euro-Finanzmärkten dem Volumen nach vorherrschen, sowie Floater (floating rate issues), also Anleihen mit fliessenden Zinsen. Euro-Bonds werden in erster Linie in EUR oder USD begeben.

2.) Euro-Anleihen , also der Vorschlag einer gemeinsame Staatsanleihe, die von mehreren Mitgliedern der Europäischen Währungsunion begeben wird. Damit sollen Zinsaufschläge für Anleihen von Staaten ausgeglichen werden, denen die Anleger ein minderes Vertrauen schenken, weil sie die Wahrscheinlichkeit nicht ausschliessen, dass diese aus des Währungsunion austreten. Anfang 2009 wurde ein deutsch-italienischer Euro-Bond vorgeschlagen, von der deutschen Bundesregierung jedoch nachdrücklich abgelehnt. Denn schon einige zehntel Prozentpunkte mehr Aufschlag bedeuten Mehrausgaben in Milliardenhöhe. Deutschland musste stets etwas weniger Rendite auf seine Anleihen zahlen als andere EU-Länder. Das liegt zum einen an der hervorragenden Bonität Deutschlands und zum anderen daran, dass Bundesanleihen liquide und damit sehr gut handelbar sind. - Zudem würde eine solche gemeinsame Anleihe auch die wünschenswerte Disziplinierung der Finanzpolitik durch den Kapitalmarkt (sprich: durch das Misstrauen der Anleger in Defizitstaaten) unterlaufen.

Siehe Anleihe, variabel verzinsliche, Anleihe-Spread, Euro-Anleihen, Euromarkt, Floater Plan C, Moral Hazard

Das Aktien- und Finanzlexikon von Aktien Prognose: ® Professor Dr. Gerhard Merk, Universität Siegen.