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Börsen-Lexikon

Downrating und Downgrading

engl.: so auch im Deutschen gesagt; seltener: Bonitätsabstufung

Die (öffentliche) Herabstufung eines Unternehmens oder eines Fonds in der Benotung durch eine (internationale: praktisch Standard & Poor´s, Moody´s oder Fitch) Rating-Agentur . Jede Herabstufung bedeutet, dass für das betreffende Unternehmen die Kreditkonditionen bei den Banken ungünstiger werden. Um einer allfälligen Abgruppierung zuvorzukommen, führen viele Unternehmen ein Shadow Rating durch, bei dem Fachleute intern die eigene Firma zumindest so streng bewerten, wie es eine Rating-Agentur tun würde. - Die Erfahrung der letzten Jahre hat gezeigt, dass die Prämien bei Credit Default Swaps (CDSs) Rating-Abstufungen der Agenturen vielfach schon vorwegnehmen. Andererseits wurden die Rating-Agenturen scharf kritisiert, weil sie in Zusammenhang mit Verbriefungen begebene Papiere zu gut bewertet hatten, was anlässlich der Verwerfungen (turmoils) auf dem Hypothekenmarkt im Sommer 2007 grell zum Vorschein kam.

Siehe Bonitätsklasse, Liquidity Value at Risk, Rating, Rating-Agentur, Shadow Rating, Subprime-Krise. -Vgl. Monatsbericht der EZB vom August 2009, S. 18 ff. (rechtliche Unterschiede zwischen den Hypothekenmärkten im Eurogebiet und den USA).

Das Aktien- und Finanzlexikon von Aktien Prognose: ® Professor Dr. Gerhard Merk, Universität Siegen.