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Börsen-Lexikon

Carry Trades

engl.: so auch im Deutschen gesagt

1.) Kunden nehmen bei einem Institut (etwa: Werksparkasse) zu niedrigem Zins ein Darlehn auf und legen den Betrag zu höherem Zins bei einer anderen Bank an.

2.) Im besonderen: Anleger nehmen in einem Land mit niedrigen Zinsen auf die dortige Währung (etwa: JPY) lautende Kredite auf, um mit diesem Geld hochverzinsliche (high interest bearing) Produkte in Fremdwährungen (etwa: USD) zu kaufen. Solche Carry Trades setzten der Niedrigzinspolitik einer Zentralbank Grenzen.

Siehe Arbitrage, Geld, billiges, Geldtransformation, räumliche, Geldüberversorgung, MSCI-Index, Nullzinsen, Tarnkappen-Politik. -Vgl. Monatsbericht der Deutschen Bundesbank vom Juli 2005, S. 43 ff. (Erläuterung der Strategien; Schaubild über sieben Jahre; Literaturhinweise), Monats­bericht der Deutschen Bundesbank vom Februar 2007, S. 32 f. (Renditenvergleich von Carry Trading und Currency Futures).

Das Aktien- und Finanzlexikon von Aktien Prognose: ® Professor Dr. Gerhard Merk, Universität Siegen.